
Bari –
Tor des Orients, Hafen der Pilger, Hauptstadt Apuliens
1. Tiefere Geschichte Baris – Mehr als nur „Hafenstadt“
Bari ist eine Stadt, deren Bedeutung oft unterschätzt wird:
Sie war byzantinisches Verwaltungszentrum, arabisches Angriffsziel, normannische Festungsstadt, Stützpunkt der Kreuzfahrer, Sitz bedeutender Heiligtümer und bis heute einer der wichtigsten Häfen der Adria – politisch, religiös und wirtschaftlich.
2. Architektur & Stadtbild

Bari Vecchia
- Enge, labyrinthartige Gassen
- Viele romanische und frühmittelalterliche Kirchen
- Berühmt: Frauen, die hausgemachte Pasta (Orecchiette) in den Straßen herstellen

Basilica San Nicola
- Zentrum der Verehrung für Nikolaus, Bischof von Myra
- Pilgerziel sowohl für römisch-katholische als auch orthodoxe Christen
- Krypta mit den Nikolaus-Reliquien ist religiöser Brennpunkt
- Symbolfigur:
- Schutzheiliger der Seefahrer
- Patron der Kinder → Ursprung des Nikolausbrauchtums
Kathedrale San Sabino
- Beispiel apulischer Romanik
- Krypta und Oberkirche deutlich byzantinisch beeinflusst
Castello Svevo
- Markante Festung an der Altstadtgrenze
- Umgeben von einem tiefen Graben
- Beispiel normannischer und staufischer Militärarchitektur

Lungomare
- Eine der schönsten Küstenpromenaden Süditaliens
- Weite Sicht über die Adria
- Beliebter Ort für Spaziergänge der Gäste

3. Bari für Kreuzfahrtpassagiere

A) Lage des Kreuzfahrthafens
- Das Kreuzfahrtterminal liegt sehr nahe an der Altstadt, aber mitten im Industrie Hafen
- Je nach Liegeplatz: 10–15 Gehminuten bis Bari Vecchia.
- Shuttlebusse können Passagiere direkt zum Kai bringen.
B) Typische Passagierfragen & kurze Antworten
„Wie weit ist es zur Altstadt?“
→ 10–15 Minuten zu Fuß.
„Was MUSS ich gesehen haben?“
→ Basilica San Nicola, Bari Vecchia, Castello Svevo, Lungomare.
„Kann man sicher herumlaufen?“
→ Absolut, besonders im Zentrum und in Bari Vecchia seit der Modernisierung.
„Wo gibt es die berühmten Orecchiette?“
→ Via Arco Basso („Strada delle Orecchiette“).
„Gibt es Strände?“
→ Ja, Pane e Pomodoro ist ein zentraler, städtischer Strand, wenige Minuten per Taxi.

C) Was Passagiere in 2–4 Stunden schaffen können
Route 1: Klassiker (leicht)
- Basilica San Nicola
- Bari Vecchia
- Castello Svevo
- Lungomare
Route 2: Historisch-Byzantinisch (kulturell)
- San Nicola – Krypta
- San Sabino
- Museum der Diözese
Route 3: Kulinarisch

- Orecchiette-Straße
- Lokale Produkte (Focaccia Barese!)
- Espresso in den Cafés der Altstadt
D) Beliebte Ausflüge der Reedereien

- Alberobello (Trulli) – UNESCO-Welterbe

- Matera (Höhlenstadt) – UNESCO-Welterbe

- Polignano a Mare – spektakuläre Klippen

- Ostuni – die „weiße Stadt“
Alle diese Ziele sind landschaftlich fantastisch und für Passagiere sehr eindrucksvoll.
4. Anekdoten
Die „Rettung“ der Nikolaus-Reliquien
Die Seeleute aus Bari behaupteten, sie hätten die Reliquien „gerettet“.
Die Bewohner von Myra fanden: „gestohlen“.
Historiker: „eine Mischung aus beidem“ – aber sie veränderte Europas Kulturgeschichte.
Zwischen Orient und Okzident
Kaum eine Stadt Italiens stand so dauerhaft zwischen zwei Welten:
- Byzantiner
- Araber
- Normannen
- Staufer
- Bourbonen
Jede Epoche hinterließ Spuren.
Die Frauen von Bari Vecchia

Die Tradition der öffentlich hergestellten Pasta ist kein touristischer Gag, sondern tief verwurzelt in der lokalen Kultur.
Pilger aus aller Welt
Orthodoxe Christen aus Russland, Griechenland, Serbien kommen jedes Jahr zur Crypta von San Nicola – ein lebendiger Beweis, wie stark Bari bis heute mit dem Osten verbunden ist.