
Anlaufhäfen in Italien
Kreuzfahrt Adria: Entdecken Sie die Anlaufstädte in Italien

Triest
Triest, im äußersten Nordosten Italiens an der Adria gelegen, ist eine Stadt voller Kontraste und Geschichte – ein Ort, an dem italienische Leichtigkeit auf mitteleuropäische Eleganz trifft. Über Jahrhunderte war Triest der wichtigste Hafen der Habsburgermonarchie, was der Stadt ihr unverwechselbares k.u.k.-Flair verliehen hat. Noch heute erinnern prachtvolle Gebäude an der Piazza Unità d’Italia, elegante Kaffeehäuser und imposante Fassaden an diese glanzvolle Epoche. Triest war zudem ein Treffpunkt von Schriftstellern und Intellektuellen – James Joyce, Italo Svevo und Rainer Maria Rilke prägten hier das kulturelle Leben.
Ein Spaziergang durch die Altstadt führt vorbei an der Kathedrale San Giusto, dem römischen Theater und hinauf zum Schloss San Giusto mit Blick über Hafen und Stadt. Auch das Schloss Miramare, einst Residenz von Erzherzog Ferdinand Maximilian, lohnt einen Besuch. Triest ist berühmt für seine Kaffeehauskultur – Illy wurde hier gegründet – und für seine Mischung aus italienischer, slawischer und österreichischer Kultur. Der Kreuzfahrthafen liegt ideal nahe der Innenstadt, sodass Besucher direkt in das historische Zentrum spazieren können. Triest ist ein Ort für Genießer, Entdecker und Liebhaber urbaner Eleganz – ein Tor zwischen Mittel- und Südeuropa, das bis heute seinen kosmopolitischen Charakter bewahrt hat.

Bari
Bari, Hauptstadt der Region Apulien, liegt an der Adriaküste Süditaliens und ist ein faszinierendes Beispiel für die Vielfalt des italienischen Südens. Die Stadt verbindet reiche Geschichte mit lebendiger Alltagskultur. Herzstück ist Bari Vecchia, die Altstadt auf der Halbinsel zwischen zwei Häfen. Hier schlängeln sich enge Gassen durch ein Gewirr von weißen Häusern, in denen Einheimische auf den Straßen Orecchiette-Pasta formen und der Duft von frisch gebackenem Brot und Meeresfrüchten in der Luft liegt.
Das bedeutendste Bauwerk ist die Basilika San Nicola, die im 11. Jahrhundert errichtet wurde und bis heute Ziel vieler Pilger ist. Sie beherbergt die Gebeine des heiligen Nikolaus, des Schutzpatrons der Seefahrer und Kinder, der sowohl im Westen als auch in der orthodoxen Welt verehrt wird. Auch die Kathedrale San Sabino und das Castello Svevo, eine Festung aus der Zeit Friedrichs II., zeugen von der bewegten Geschichte Baris.
Der moderne Stadtteil glänzt mit eleganten Boulevards, Geschäften und Theatern, während die Uferpromenade zum Flanieren einlädt. Bari ist zugleich ein wichtiger Fähr- und Kreuzfahrthafen, Tor zu Griechenland, Albanien und Kroatien. Kulinarisch steht die Stadt für authentische apulische Küche – von hausgemachter Pasta über frisches Gemüse bis hin zu Fischgerichten direkt aus der Adria. Bari ist lebendig, herzlich und authentisch – ein Stück unverfälschtes Süditalien voller Charakter und Lebensfreude.

Crotone
Crotone, an der ionischen Küste Kalabriens gelegen, war einst eine bedeutende griechische Kolonie unter dem Namen Kroton und ist eng mit der Geschichte der Magna Graecia verbunden. Im 6. Jh. v. Chr. lebte und lehrte hier der Philosoph Pythagoras, was der Stadt den Ruf eines Zentrums von Wissenschaft und Philosophie einbrachte. Heute zeigt sich Crotone als lebendige Hafenstadt mit süditalienischem Flair, in der Antike und Moderne harmonisch verschmelzen. Über der Stadt thront die mächtige Burg Carlo V., von der man herrliche Ausblicke über Meer und Stadt genießt. Das Archäologische Nationalmuseum beherbergt bedeutende Funde aus der griechischen und römischen Zeit. Besonders lohnend ist ein Ausflug nach Capo Colonna, wo die letzte Säule des Tempels der Hera Lacinia über den Klippen wacht. Der Hafen liegt nahe dem Zentrum, und in der Umgebung locken lange Sandstrände sowie das klare, türkisfarbene Wasser des Ionischen Meeres. Crotone bietet eine authentische Atmosphäre, fernab der großen Touristenströme, und verbindet Geschichte, Natur und mediterrane Lebensfreude auf eindrucksvolle Weise.

Ravenna
Ravenna, in der Emilia-Romagna unweit der Adriaküste gelegen, ist ein Schatzkästchen spätantiker Kunst und byzantinischer Kultur. Die Stadt war einst Hauptstadt des Weströmischen Reichs, später des Ostgotenreichs und schließlich des byzantinischen Exarchats von Italien – jede dieser Epochen hat in Ravenna glanzvolle Spuren hinterlassen. Heute ist sie vor allem bekannt für ihre atemberaubenden Mosaike, die zu den schönsten der Welt zählen und acht UNESCO-Welterbestätten schmücken.
Zu den bedeutendsten zählen die Basilika San Vitale mit ihren leuchtenden, goldglänzenden Mosaiken, das Mausoleum der Galla Placidia, die Basilika Sant’Apollinare Nuovo sowie Sant’Apollinare in Classe etwas außerhalb der Stadt. Diese Meisterwerke erzählen in schillernden Farben von Glauben, Macht und kaiserlichem Glanz. Doch Ravenna ist mehr als ein Freilichtmuseum der Spätantike – sie ist eine ruhige, elegante Stadt mit einem fast meditativen Charakter.
Das historische Zentrum lädt mit Kopfsteinpflastergassen, kleinen Cafés, Boutiquen und stimmungsvollen Plätzen zum Verweilen ein. Literaturfreunde besuchen das Grab des großen Dichters Dante Alighieri, der hier seine letzte Ruhestätte fand. Der Kreuzfahrthafen Porto Corsini liegt etwa 12 Kilometer entfernt; Shuttlebusse bringen Besucher bequem in die Stadt. Ravenna verbindet Kunst, Geschichte und eine angenehme Gelassenheit – ein Ort, der still, aber tief beeindruckend wirkt und zu den kulturellen Höhepunkten einer Adria-Kreuzfahrt zählt.

Tarent
Tarent (ital. Taranto), an der Küste Apuliens im Golf von Tarent gelegen, blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Die Stadt wurde im 8. Jh. v. Chr. von Spartanern gegründet und war eine der mächtigsten Kolonien der Magna Graecia. Noch heute zeugen zahlreiche archäologische Funde von dieser glanzvollen Vergangenheit. Besonders sehenswert ist das Archäologische Nationalmuseum (MArTA), eines der bedeutendsten Italiens, mit seiner einzigartigen Sammlung griechischer Goldschmiedekunst. Die Altstadt liegt auf einer kleinen Insel zwischen dem Mare Grande und dem Mare Piccolo und ist über Brücken mit dem Festland verbunden – hier finden sich enge Gassen, barocke Kirchen und alte Palazzi. Eindrucksvoll ist auch das Aragonese-Kastell, das den Hafen überragt. Tarent besitzt einen der wichtigsten Marinehäfen Italiens und hat sich zugleich zu einer modernen Industriestadt entwickelt. Besucher genießen den Kontrast zwischen antiker Geschichte, lebendigem Stadtleben und den reizvollen Stränden der Umgebung, die das türkis schimmernde Ionische Meer säumt.

Venedig
Venedig, die legendäre Lagunenstadt im Nordosten Italiens, gehört zu den faszinierendsten Reisezielen der Welt. Auf mehr als 100 kleinen Inseln erbaut und von unzähligen Kanälen durchzogen, war sie über Jahrhunderte eine der mächtigsten Handels- und Seerepubliken Europas. Ihr einzigartiges Stadtbild mit Palästen, Brücken und engen Gassen ist UNESCO-Welterbe. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen der Markusplatz mit Basilika und Campanile, der Dogenpalast und die Rialtobrücke. Doch Venedigs Zauber liegt auch in den stillen Vierteln jenseits der Touristenpfade – in Cannaregio, Dorsoduro oder auf der Insel Giudecca. Kunst und Musik sind allgegenwärtig, von Vivaldis Erbe bis zur Biennale und den prachtvollen Opernhäusern. Kreuzfahrtschiffe legen heute meist in Marghera oder früher in Marittima an, von wo aus Shuttleboote in die Altstadt führen. Venedig beeindruckt mit einer Atmosphäre, die zwischen Melancholie und Magie schwebt.